Lifestyle

Hier findest du ausgewählte Artikel rund um den holistischen Lifestyle.

Denn du hast nur einen Körper! Pflege und behüte ihn.

Meditation – DER Weg zu mehr Gelassenheit

Unser Alltag ist bestimmt von Job, Familie und Freunden, die unter einen Hut gebracht werden wollen... nebenher  noch eine perfekt harmonische Liebesbeziehung führen und dreimal am Tag Gassi gehen mit dem Hund. Unter dem Druck unserer heutigen Gesellschaft „funktionieren zu müssen“ leiden viele unter uns. Ich bin mir sicher du kennst das.

Hast Du schon mal versucht diesem Stress durch Meditation zu entfliehen? Um zu meditieren muss man nicht verrückt spirituell oder esoterisch angehaucht sein. Es passt zu jedem Lebensstil und mittlerweile praktizieren es immer mehr Menschen. Dabei helfen schon 10 Minuten am Tag.  

 

Wie geht das? 

 

Es gibt gefühlt 6 Millionen verschiedene Arten zu meditieren. Der Ursprung findet sich in ihrer religiösen Herkunft und unterschiedlichen Schulen, die sehr vielfältig sind. Das zu wissen und auseinander zu halten ist für die Praktik in erster Linie nebensächlich. 

Die Meditationstechniken können grob in zwei Gruppen eingeteilt werden. Zum einen gibt es die körperlich passive Meditation, die im stillen Sitzen praktiziert wird und die körperlich aktive Meditation, bei der Bewegung dazugehört. Das sind zum Beispiel Yoga, Tanz und verschiedene Kampfkünste wie Kung Fu oder Tai Chi. 

Im Folgendem stelle ich dir eine Auswahl an Methoden vor, die Christian und ich als besonders wohltuend und erdend empfinden. 

Meditationsarten

Atem-Meditation

Anna Kazmina - Qi Blanco Strategie und Lifestyle
Anna Kazmina - Qi Blanco Strategie und Lifestyle

Volle Konzentration auf den Atemfluss! Du fängst an der Eintrittspforte an, den Nasenflügel über den Rachen und Kehlkopf, die Luftröhre bis hin zu den Bronchien und ihren kleinsten Verzweigungen in den Lungen. Die Lungenflügel weiten sich bis in die Lungenspitzen, der Brustkorb samt Zwerchfell hebt sich, die Muskulatur des Schultergürtels spannt sich an. Und jetzt atmest Du wieder aus: der Schultergürtel senkt sich zuerst, die Rippen bewegen sich aufeinander zu, der Bauch zieht sich leicht ein. Die Atemmeditation ist unkompliziert, überall praktizierbar und die ursprünglichste Form, sich mit sich selbst zu verbinden. 

 

Klang-Meditation

Bei einer Klangmeditation kommen Instrumente oder eine Klangschale zum Einsatz. Du hörst entspannt und bewusst dem entstehenden Ton zu, lauscht dem Abklingen nach und nimmst die Stille wahr. Mit dem erneuten Klang nimmst Du wieder die Konzentration darauf auf. Sehr angenehm ist es, wenn eine andere Person das Instrument bedient oder den Ton erzeugt, so kommst Du wesentlich schneller in die Tiefenentspannung. Ansonsten stehen verschiedene Audios im Internet oder Apps zur Verfügung, mit denen Du alleine die Sitzung halten kannst. Du wirst erstaunt sein, wie lange ein Ton in der Luft noch nachklingen kann. Perfekt für alle, die 

gern mit Musik entspannen. 

Stille Meditation

Du sitzt entspannt mit geschlossenen Augen, im Geiste voll präsent, ganz im Hier und Jetzt. Nichts denken, nur Beobachten ohne zu urteilen. Handyklingel, Vogelgesang, Rasenmäher, Sirenen - lass es einfach geschehen. Du wirst lernen zu erkennen, um was es geht! Es ist nicht wichtig wer gerade anruft oder stört. Ein Anruf ist ein Anruf. Eine Sirene eben nur das. Den Kopfzirkus zu beruhigen, braucht etwas Übung. Aber der Moment in dem Du merkst, Du hast gerade nichts gedacht ist sehr erhellend. Mit der Zeit steigert sich auch im Alltag die Toleranz für Mitmenschen und Einflüsse. 

 

Mantra-Meditation

Dein Geist besinnt sich hier auf eine Art Murmelgesang in Dauerschleife. Die Mantren oder kurzen Wörter kannst Du selbst bestimmen: etwas Spirituelles, Affirmationen oder Fantasie-Silben. Du befindest Dich nicht auf einer Bühne, also musst Du auch nicht performen. Es geht um das Tönen, das Nicht-Denken. Die erste Silbe wird auf das Einatmen und die zweite auf das Ausatmen gesprochen, solche klassischen Mantras wären z.B. Ah-hum / So-hum / I-am / Oh-mmmm oder erfinde Dein eigenes Mantra. Wie möchtest Du Dich heute fühlen? Ich-bin friedlich. Man kann die Mantren aber auch einfach nur denken. 

 

Meditation auf ein Objekt fokussiert

Deine Augen bleiben offen und werden locker auf unscharf gestellt, Du blinzelst so wenig wie möglich. 

Beobachte dabei ein Bild oder ein Gegenstand, zum Beispiel die Flamme einer Kerze. Lasse alle Gedanken und Geräusche, alle äußeren Einflüsse geschehen. Der Geist registriert nur, wertet nicht. Nach einiger Zeit bist Du wie weggetreten und doch gleichzeitig in einem sehr wachen Zustand. Wenn Du eine Pause brauchst, schließ die Augen und visualisiere das Objekt innerlich weiter. Das Tagträumen ist hier Dein größter Gegner – am Anfang fast nicht vermeidbar. Aber auch hier: Übung macht den Meister!

 

Geh-Meditation

Nepal - Himalaya, Manaslu Circuit - 8 Stunden Gehmeditation jeden Tag - 11 Tage insgesamt
Nepal - Himalaya, Manaslu Circuit - 8 Stunden Gehmeditation jeden Tag - 11 Tage insgesamt

Hier lenkst Du die Konzentration auf Deine Füße und die Bewegung Deiner Beine – Schneckentempo ist angesagt. Setze bewusst und ohne Verspannungen die Füße auf, nimm den Untergrund wahr. Das kann in einem Raum (ein paar Meter sind hier schon ausreichend) geschehen oder auch in der Natur. Schau nach unten ins Leere oder fixiere 2-3 Meter vor Deinen Füßen einen Punkt am Boden, auf den Du hin schreitest. 

Sehr erdend und beruhigend, eine wunderbare Gelassenheit stellt sich ein. Diese Meditationsart macht es einem besonders leicht, absolut NICHTS zu denken. Der Beweis: Versuch mal beim achtsamen Gehen eine Rechenaufgabe zu lösen! :)

Mach dir bewusst, dass es überhaupt nicht schlimm ist , wenn Du in Gedanken oft abdriftest, die Hauptsache ist Du holst Dich immer wieder zurück – in den gegenwärtigen Moment, der gerade passiert! 

 

Welche Haltung ist am besten geeignet?

Die Haltung erfüllt hier einen Selbstzweck: sie soll den Geist automatisch stärken, ihn auf volle Konzentration vorbereiten und diese aufrechterhalten. Deswegen kann ich aufrechtes Sitzen mit geradem Rücken nur empfehlen. Aber versuche nicht Dich in irgendwelchen außergewöhnlichen Meditationsposen zu verrenken. Am Ende ist es egal welche Haltung Du beim Meditieren einnimmst, solange es bequem ist und für Dich gut funktioniert.

Eine sehr bekannte Variante ist der Lotussitz mit überkreuzten Beinen (siehe Bild), rechter Fuß nahe der Leistenbeuge auf dem linken Oberschenkel ruhend, linker Oberschenkel entsprechend auf dem rechten (das ist die Pro-Version!), Oberkörper aufrecht, Rücken gerade und das Kinn leicht nach unten geneigt. Wenn Deine Knie nicht auf dem Boden aufsetzen, unterstütze Dich mit einem Sitzkissen unter dem Po.

Die Hände entweder wie zwei Waagschalen ineinander, die linke in der rechten oder auf den Knien mit Handflächen nach oben legen. Diese Position ist nicht für jeden sofort erreichbar und es wird am Anfang schwer sein darin länger zu ruhen, da die Beine einschlafen können. Doch mit ein wenig Übung wirst Du schnell die Vorteile spüren. 

Apropos: das Gefühl von eingeschlafenen Beinen kommt von gepressten Nerven und nicht von Blutgefäßen, nicht so wild ;)

 

Wann ist die ideale Meditationszeit?

Generell immer. Zu jeder Tageszeit. Aber die aller aller beste Zeit zum Meditieren ist zwischen 4 und 6 Uhr morgens. Das Gehirn ist noch aus der Schlafphase im Theta-Rhythmus, in einem Frequenzbereich von 4 -7 Hz. Ideal, um das Gehirn und Dein Bewusstsein positiv zu beeinflussen und zu prägen. Kommst Du morgens partout nicht aus dem Bett, meditiere doch einfach da drin! Wecker aus, kurz zur Toilette, einen Schluck warmes Wasser und sofort wieder zurück ins warme Bett in die Meditationsposition. Für Beginner ist es generell leichter sich bei Dunkelheit auf den Einkehr- und Ruheprozess einzulassen, sei es früh am Morgen oder am Abend.  

 

Wie fange ich an?

Wenn Du Deine Meditationstechnik gefunden hast, solltest Du diese am besten ein paar Wochen lang praktizieren, um tief in die Praxis einzudringen und sie zu verinnerlichen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die 30 Tage Challenge hier mega gut funktioniert! Nimm es Dir zur Aufgabe für 30 Tage jeden Tag zu meditieren seien es 10 oder 30 Minuten. Die Challenge dabei: bei Auslassen auch nur eines Tages muss wieder bei Tag eins wieder angefangen werden ;)

Lege den Fokus auf diese eine Aufgabe, mit der Beständigkeit steigt auch die Motivation.

 

Gibt es Hilfsmittel?

Scheue dich nicht Hilfsmittel wie Kissen, Matten oder Stühle zu benutzen. Sollte es mit dem Bodensitz gar nicht funktionieren, setze Dich auf einen Stuhl mit dem ganzen Fuß auf dem Boden. Finde DEINEN Sitz! Hilfsmittel sind unter anderem auch Aromen und Kristalle. Die Aromen wirken auf das zentrale Nervensystem und lösen Emotionen aus, die mit Entspannung und Glück zusammenhängen. Kristalle haben keine magischen Kräfte, jedoch strahlen sie (energetisierte) Frequenzen aus, die Du für Deine Entspannung nutzen kannst. 

Verlasse Dich bei der Auswahl auf Deine Intuition und wähle die Kristalle aus, die Dich am meisten anziehen. Sie können während der Meditation in den Händen gehalten, auf den Körper gelegt oder in direkter Nähe aufgestellt werden. 

 

Was bringt mir das?

 Achtsamkeit und Gelassenheit sind Fähigkeiten, die jeder von uns erlernen und verbessern kann! Es ist ein Prozess, der Dich lehrt die Dinge und Gefühle zu beobachten ohne dabei über sie zu urteilen. Dein Geist fängt an bewusster wahrzunehmen und es wird auf einmal leichter sich von Dingen und Gefühlen, die Dich negativ beeinflussen zu distanzieren.

Es ist der perfekte Glückscoach: für mehr inneren Frieden, mehr Selbstdisziplin, mehr Toleranz. Dein Geist wird still und ruhig. Langsam und stetig kehrt Balance in Dein Leben ein.  

Beginner Übung

Nur 5 Minuten Zeit bis zum nächsten Meeting? Probier das: 

1. 7 langsame Atemzüge, atme durch die Nase ein und durch die Nase wieder aus

2. Nimm weitere 7 langsamere Atemzüge, atme durch die Nase ein und durch den Mund aus

3. Zum Schluss nimmst Du sehr langsame 7 Atemzüge, durch den Mund ein und durch den Mund aus

 

Gib uns gerne Feedback und berichte von Deinen Erfahrungen. Wir würden uns freuen von Dir zu hören. Schreib uns an: kurse@qiblanco.de 

 

Eine kleine Literaturliste, die ich wärmstens empfehlen kann <3: 

• Theo Fischer – Wu Wei Die Lebenskunst des Tao 

• Julia Cameron – Der Weg des Künstlers 

• Bhante Henepola Gunaratana – Die Praxis der Achtsamkeit, Eine Einführung in die Vipassana-

Meditation 

 • Angelika Selina Braun – Taguari: Das Leben findet seinen Weg

• Paulo Coelho - Der Alchimist

 

Gelesen auf Blinkist (www.blinkist.com) – Sachbücher auf den Punkt gebracht: 

- Suze Yalof Schwartz – Unplug 

- Shunryu Suzuki – Zen-Geist Anfänger-Geist 

- Andy Puddicombe – Mach mal Platz im Kopf 

 

Liebste Grüße,

 

Anna Kazmina

Qi Blanco Strategie und Lifestyle